Eine Perle im Elsass.

Während sich der deutsche Sommer nicht so recht entscheiden konnte, was er wollte, wusste ich hingegen sehr genau, dass ich mal wieder große Lust auf Fachwerkhäusschen, Eclairs und Kultur hatte. Gesagt getan also ab die Post nach Colmar…Apropos auch die französische Diesel-Blockade lies unseren Sprit an diesem Tag nicht knapp werden, es gab also nichts das uns aufhalten konnte.

Kaum angekommen, verwöhnte uns der französische Sommer mit angenehmen 25 Grad. Der erste Gang aus dem Parkhaus, führte uns in die kleine Markthalle „Marché Couvert“. Nicht groß aber ausreichend. Hier findet man ein kulinarisches Angebot aus der Region auch zahlreiche Möglichkeiten einen Imbiss einzunehmen. Egal, ob warm oder kalt – hier sollte jeder Hungrige fündig werden. Früher diente die 150 Jahre alte Markthalle jahrzehntelang als Garage. Ideal für all diejenigen, welche dem Touristentrubel der Altstadt entfliehen möchten. Geöffnet von Montag bis Samstag.

Im Anschluss orientierten wir uns an den Wegweisern und ließen uns in das wunderschöne Viertel „Le Petit Venise“ leiten. Der Name stammt von der Ausrichtung der Häuser zu beiden Seiten des kleinen Flusses namens Lauch. Die Gassen sind mit Blumen prächtig herausgeputzt und das allgegenwärtige Touristenbähnchen ist randvoll bis auf den letzten Platz, die Gondeln im Bach ebenso. Hier wollte ich bleiben und so beschlossen wir direkt am Wasser zu speisen. Keine Lust auf Flammkuchen das war Fakt! Am Nachbartisch wurde eine Forelle mit lecker duftenden Bratkartoffeln serviert und bevor wir uns durch die französische Speisekarte kämpften, taten wir es den Tischnachbarn gleich. Bon Appétit!

Mit vollen Bäuchen und 3 Eclairs später, fanden wir uns in der malerischen Einkaufsstraße wieder. Verglichen mit Strasbourg ist Colmar eine Oase der Ruhe. Herrlich! Wir stöberten in den Geschäften und schlenderten die Gässchen entlang. Das Kopfhaus, ein schöner Bau aus der Renaissance, geschmückt mit seinen 106 Köpfen und grotesken Masken, gefiel uns besonders gut. In diesen reich verzierten Mauern fand im Jahr 1989 die Weinbörse statt. Übrigens der 1834 in Colmar geborene Künstler Frédéric Auguste Bartholdi, wurde durch die Schöpfung der Freiheitsstatue in New York weltberühmt. Für das Gesicht, diente ihm eine nahe Verwandte als Modell: seine Mutter!

In Frankreich ist es schön…

Bis Bald

Eure