© Weingut Leiling

Ein Abend nach meinem Geschmack. Als Teilnehmerin der Ersten Pfälzer Blogparade, entführe ich Euch heute zum südlichsten Zipfel unserer schönen Weinstraße. Begleitet mich bei meinem Abendessen im Gutsausschank des Weingut Leiling. Nur einen Katzensprung von Frankreich entfernt, habe ich dieses Kleinod entdeckt. Wie ich darauf aufmerksam geworden bin? Das war vor einigen Monaten auf dem Weg ins benachbarte Elsass. Wir legten einen Zwischenstopp in Schweigen ein. Beim Vorbeigehen  fiel mir der verwunschene Garten mit der romatischen Bestuhlung sofort ins Auge. Da ich kurz zuvor schon etwas gegessen hatte, musste ich meinen Besuch auf ein anderes Mal vertagen. Gesagt getan! Es war an einem Novemberabend als wir uns auf den Weg machten. Einmal um das Deutsche Weintor herum und gleich die erste Ausfahrt rechts bitte. Da waren wir. Hinein in die gute Stube.

Das Ambiente

Nahe des offenen Kamin nahmen wir Platz. Der urgemütliche Innenraum bietet viel Atmosphäre und versetzte uns in eine andere Welt. Die Einrichtung versprühte historisches Flair. Königslilien schmücken die Holzvertäfelungen, antike Illustration und Gemälde in barocken Bilderrahmen schauen von den Sandsteinwänden herab. Auf den Tischen leuchtet noch echter Kerzenschein und im Eingangsbereich grüßen frische Blumen. Das Feuer knisterte leise. Wohlbefinden pur. Hier lässt es sich winterlich dinieren, so dachte ich. Noch bevor dass Essen serviert wurde, schmiedeten wir schon Pläne, welche Gelegenheit wir zum Anlass nehmen könnten wieder hier her zurückzukehren.

Leckere Winterküche

Wer die Wahl hat, hat bekanntlich die Qual. Die Karte bietet eine tolle Verschmelzung aus regionalen Spezialitäten und einer zünftigen französischen Küche. Alles zubereitet von einem burgundischen Koch, so hörte ich. Meine bessere Hälfte vertrat an diesem Abend die Pfälzer Linie und wählte einen regionalen Klassiker, den „Pfälzer Teller“, bestehend aus Bratwurst, Leberknödel und Kraut. Zusätzlich bestellten wir Bratkartoffeln und Senf. Eine reichaltige Kombination und vielleicht, so hoffte ich, bleibt ja noch etwas für mich übrig. Ich bildete also die französische Komponente à la Boef Bourguignon mit Nudeln. Mein liebstes Schmorgericht. Mhmmm…wie das duftet und das Fleisch so zart – einfach formidable!  Na habt ihr auch schon Appetit bekommen? Anbei ein kleiner Auszug aus der aktuellen Speisekarte: Barbarie Entenbrust mit Kastanien und Rotkraut – Hasenleber mit Püree & Apfel – Friseésalat mit Roquefort und Walnüssen – hausgemachte Königspastete. Diese Gerichte sucht man anderen Orts vergeblich. Alles aufgegessen, widmeten wir uns dem Dessert. Schokoladen Mousse aus dunkler Schokolade? Apfeltarte? Oder Creme Caramel? Das Rennen machte das Schokoladen Mousse mit einem Fruchtspiegel aus roten Beeren. Besonders erwähnenswert – das aufmerksame Servicepersonal, ja sogar bei Hochbetrieb wird man hier zuvorkommend bedient. Die persönliche Anwesenheit des freundlichen Inhabers David Leiling und seiner Mutter Martina, rundeten das vielversprechende Gesamtbild ab.

Bottles
© Weingut Leiling

Meine Augen wanderten durch den Raum. Die dekorativ platzierten Flaschen eregten meine Aufmerksamkeit in besonderem Maße. Kreative Etiketten mit ungewöhnlichen Namen, welche an die Märchen- und Fabelwelt erinnern, zierten die Weine. Zugegeben, ich gehöre zur „nicht-Wein-trinkenden-Minderheit“, außer dieser perlt. Aber diese Namen…und diese ausgefallene Flaschengestaltung, liesen meine Gedanken kreisen: Was verbirgt sich dahinter und wie schmeckt eine Prinzessin  Vaaleanpunaien überhaupt? Ich blieb „vorerst“ dem prickelnd Alkoholhaltigen treu, aber ein Kir Royal, war eben keine Prinzessin Vaaleanpunaien.  Fräulein Hildegard, Die Gefährten, Prima Ballerina und The King gingen mir nicht aus dem Kopf. Ein paar Fakten zum Wein: Die Weinberge liegen größtenteils auf französischer Seite. David Leiling legt Wert darauf, seine Weine im Einklang mit der Natur schonend auszubauen. Getreu dieser Philosophie, führt er das familieneigene Weingut bereits in der 3. Generation. Lest mehr über sein Weinprojekt  BOOM BOTTLES. Ein cooles Konzept, wie ich finde, welches sich nicht nur optisch von anderen abgrenzt.

Um den Abend perfekt zu machen, empfehle ich euch einen abschließenden Spaziergang um das stimmungsvoll beleuchtete Weintor. Einmalig!

Mein Resumeé – Wir kommen wieder. Daumen hoch für den gelungen Stilmix aus Pfälzer Gemütlichkeit & modernem Märchen. Nehmt doch auch mal Platz im Gutsauschank des Weingut Leiling. Dies reiht sich nun in meine Liste der „restaurants péférés“ in der Südpfalz ein!

BOOK A TABLE 🍴 06342 / 7039

Bis bald

Eure

#gewinnspiel

Unter allen, die bis zum 23. Dezember einen Kommentar unter diesem Beitrag hinterlassen, verlose ich eine Flasche PRINZESSIN VAALEANPUNAIEN.

5 thoughts on “Weingut Leiling”

  1. Was für ein schöner Beitrag zu unserer Ersten Pfälzer Blogparade, liebe Nadine.
    Und genau mein Thema: lecker Essen, Pfälzer Gemütlichkeit und Gastfreundschaft. Und natürlich köstlicher Wein.
    Erst kürzlich haben wir in Schweigen Rechenbuch „Jülg“ entdeckt. Unser nächster Ausflug wird also zum Weingut Leiling führen.

    Ich bin schon gespannt auf deinen nachten tipp.

    Liebe Grüße.
    Petra

  2. Liebe Nadine,
    Ich kann zwar leider leider nicht mehr an der Verlosung teilnehmen, habe aber den Beschluss gefasst, mir doch vor Ort ein (oder zwei) Schlückchen des Prinzessinnenweines zu gönnen.
    Märchenhafter Beitrag- wie immer. Daumen hoch!!!

  3. Herzlichen Dank Isabel! Über deinen Kommentar habe ich mich besonders gefreut. Ja schau unbedingt mal vorbei. Bis ganz bald mal wieder. Nadine

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